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Testbericht
Alles im rechten Licht; aus MFI 5/2006
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Mit dem Modellfliegen ist es wie mit dem Autofahren:
Es gibt Lichtverhältnisse, da verschafft uns erst die Sonnenbrille den richtigen Durchblick. Und mit den Sonnenbrillen ist es wie mit unseren Werkzeugen: Je nach Anspruch an die Qualität entscheiden wird uns für das Billigprodukt aus dem Baumarkt bzw. vom Discounter oder das (zugegebenermaßen meist um Klassen teurere) Profi-Teil. Damit soll nicht gesagt sein, dass preiswert zwangsläufig mit schlecht gleichzusetzen ist.
Um auf unsere Sonnenbrillen zurückzukommen: UV-Schutz bekommen wir bereits für ein paar Euro; damit wäre eine erste Grundforderung – der Schutz der Augen nämlich – erfüllt, und wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, unsere Augen zu schädigen, wenn wir sie nun aufgrund der abgedunkelten Gläser nicht mehr zusammenkneifen müssen. Allerdings wollen wir ja durch unsere Sonnenbrille auch verbesserte Sichtbedingungen schaffen, und damit ist so manches »Billigteil « schnell überfordert. Das beginnt bei der Qualität des Glases. Homogen und makellos sollte es sein. Fehler im Glas führen zu Verzerrungen oder dem sprichwörtlichen »Knick in der Optik« – sehr gut zu erkennen, wenn man eine solche Brille im Leseabstand gegen eine gerade Linie hält und kreisförmig hin und her bewegt: Bei guten Gläsern bleibt die Linie gerade. Die Wirksamkeit einer guten Brille ist aber durchaus noch steigerungsfähig.
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 |  | | Solche Lichtverhältnisse hat sicherlich jeder schon erlebt; polarisierte Gläser schaffen Durchblick! | Wir haben eine Sonnenbrille von Optik Wachter aus Fulda ausprobiert,
die mit speziellen Skypol Gläsern von Zeiss ausgerüstet ist. Diese
filtern aufgrund des Blaufilters störendes Streulicht vor allem im
Bereich des blauen Lichts heraus. Der praktische Nutzen liegt schlicht
in einem kontrastreicheren Sehen, denn dieses Streulicht ist
letztendlich verantwortlich für die schleierhafte Sicht, die einem
mitunter beim Blick durch eine »normale« Sonnenbrille störend auffällt.
Außerdem sind diese Gläser polarisierend (sie sind dann gleichzeitig
hartbeschichtet, um die Lebensdauer zu verlängern): Licht schwingt
bekanntlich in allen möglichen Ebenen – polarisierte Gläser lassen nur
senkrechte Schwingungsebenen passieren. Das
Ergebnis: Störende Reflexionen werden eliminiert oder gemindert. Jeder
kennt solche unliebsamen Situationen vom Autofahren bei nasser Straße
und tiefstehender Sonne, wenn die ganze Umgebung von gleißendem Licht
überstrahlt wird, das uns ein entgegenkommendes Fahrzeug mitunter erst
im letzten Moment erkennen lässt.
Die Einsteigerversion ohne Polarisationsfilter (nur mit Blaufilter) wird als Zeiss Skylet angeboten.
| | |  |  | | Skylet-Gläser filtern Streulicht vor allem im Blaubereich, erhöhen so den Kontrast und lösen damit den Schleier, der bei entsprechenden Lichtverhältnissen unseren Blick zu trüben scheint. | Unsere Testbrille von Wachter hat zudem beidseitig entspiegelte Gläser,
um störende Reflexe vor allem auf der Glasrückseite zu eliminieren.
Skylet- und Skypol-Gläser sind darüber hinaus in unterschiedlichen
Tönungen zu bekommen (Fun 70%, Road 80% und Sport 90% Absorption),
wobei für unsere Belange die Version Road (mittlere Tönung; 80%) am
besten geeignet ist. Und dass diese Brille (sinnigerweise wird sie von
Wachter unter der Bezeichnung »Aviator« im Programm geführt) auch mit
individueller Glasstärke zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten und mit
unterschiedlichen Fassungen zu haben ist, sei der Vollständigkeit
halber ebenfalls erwähnt.
Natürlich hat eine solche Qualität ihren Preis: Wachter bietet diese
Markenbrillen ab 59 Euro mit Skylet Brillengläsern an, wobei das oben
beschriebene »Rundum-Sorglos-Paket Skypol« mit 199 Euro zu Buche
schlägt.
Aber wie heißt der Werbe-Slogan der Augenoptiker
so schön: Gutes Sehen
nützt – gutes Sehen schützt! Und weil sich dieser Schutz von unseren
Augen über unsere wertvollen Modelle bis hin zu unserem Leben (im Auto
nämlich, bei den oben erwähnten Lichtverhältnissen) erstrecken kann,
dürfte man sein teuer verdientes Geld mit einer solchen Anschaffung gut
investiert haben.
In diesem Jahr ist übrigens eine weitere Aufwertung der Brille erfolgt.
»LotuTec« heißt eine neue Veredelung von Zeiss. Wie der Name bereits
vermuten lässt, lehnt sich dieser Begriff an den bekannten Lotus-Effekt
an, der eine Benetzung dieser Pflanze mit Flüssigkeit verhindert (die
Keramik- und Farbenindustrie nutzt diese Technik bereits seit geraumer
Zeit). Saubere Brillengläser dank Abperl-Effekt, leichtes Reinigen
durch extrem glatte Oberfläche, geringe Beschlagneigung und nahezu
reflexfreie Sicht sind die von Zeiss beschriebenen Vorteile. Diese
Veredelung wird zu einem Aufpreis von € 25,– auf die Gold ET bei der
Skypol-Ausführung geliefert.
| | |  |  | | Im Übrigen können Modellflieger-Sonnenbrillen nicht nur auf dem Fluggelände und nicht nur von Männern getragen werden! | Optik Wachter erweitert das Lieferprogramm für Modellfliegerbrillen in
dieser Saison um die original Ray Ban Large Metall Serie, und die
hauseigene Aviator 1 wird in Pur-Titan auf den Markt kommen. Das
Wachter-Team veredelt auf Wunsch auch die eigene Lieblings-Sonnenbrille
mit Zeiss Skylet- und Skypol-Brillengläsern, so weit dies technisch
möglich ist. Auch wenn unser Testmuster auf den Lotus- Effekt noch
verzichten musste: Wir haben nur beste Erfahrungen mit Wachters
»Aviator « sammeln können. Der Vergleich mit einer gewöhnlichen
Sonnenbrille offenbart einen Unterschied wie Tag und Nacht. Mit unserem
Urteil befinden wir uns in guter Gesellschaft, denn auch
»Modellflug-Größen « wie der auf den Titel des Deutschen Meisters F3A-X
fast schon abonnierte Alex Heindel weiß nur Gutes über Wachters
Qualitätsoptik zu berichten!
Es ist eine gute Sache, dass sich ein Optiker einmal explizit mit den
Belangen der Modellflieger auseinandergesetzt hat. Wer mehr zum Thema
wissen möchte, sollte einmal einen Blick auf die Homepage
www.optikwachter.de werfen! | | | POLARISATION UND LCD-ANZEIGE Wie beschrieben, wird die »Aviator« auch mit polarisierten (Skylet) Gläsern angeboten. Das von LC-Displays abgestrahlte Licht ist ebenfalls polarisiert. Unter ungünstigen Bedingungen (»falsche« Polarisationsrichtung des Displays) kann nun durchaus der Effekt auftreten, dass das Display beim geraden Blick dunkel bleibt. Bei einem Handy ist dies sicherlich weniger gravierend als bei einer RC-Anlage. Dieser Effekt lässt sich durch Drehen des Displays um 45 Grad zur Blickrichtung eliminieren. Außerdem gibt es die Zeiss-Gläser auch ohne den Skypol-Effekt, aber ansonsten in gleicher Qualität und Güte. Unser Tipp: Sprechen Sie den Optiker darauf an – oder aber Sie nehmen gleich Ihren Fernsteuersender mit zum Verkaufsgespräch! | | |
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