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Modellflug
Ein Platz an der Sonne - aus FMT 05/05
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Alex Heindel mit Ray-Ban Large Metall II und Zeiss Skypol LotuTec Gläsern |
Endlich Frühling – die Sonne ruft. Frische Luft lockt, die Landschaft macht Lust, draußen zu sein, und außerdem kribbelt es in den Fingern, das im Winter neu gebaute Modell in die Luft zu befördern
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Worauf kommt es an? Und da jeder weiß, dass Frühlingssonne besonders intensiv ist, gilt:
Fliegercap, Creme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Sonnenbrille.
Aber während die ersten zwei genannten Utensilien schnell ausgewählt
sind, lohnt es sich, über die richtige Brille ein paar Augenblicke
länger nachzudenken, denn Sonnenbrille ist nicht gleich Sonnenbrille.
Da stellt sich die Frage nach Korrekturgläsern, die die jeweilige
Sehschwäche ausgleichen. Oder besser Gläser ohne Korrektur? Was ist zu
tun, wenn man
Gleitsichtgläser braucht? Und nützt mir als Modellfl ieger eine
Entspiegelung? Gerade für uns Modellflieger, die wir lange Zeit dem
Licht der Sonne ausgesetzt sind, ist das Thema
Sonnenschutz einen
tieferen Blick wert. Es ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass
ultraviolettes Licht für Schäden an den Augen verantwortlich ist. Und
wer so lange den Blick gen Himmel richtet, sollte an seine Augen
denken, bevor es zu spät ist, und nach einer Brille schauen, die nicht
nur schützt, sondern gleichzeitig auch die Sicht verbessert. Natürlich
bieten viele, auch preisgünstige Gläser, heute bereits einen UV-Schutz
- aber den
besonderen Ansprüchen des Modellflugsports kommen diese Brillen kaum
entgegen. Sonnenbrillen mit nur einer durchgehenden Scheibe oder sehr
einfachen Sonnenschutzgläsern haben oftmals Schlieren und Verzerrungen,
die man auf den ersten Blick nicht bemerkt.
Testen Sie doch einmal Ihre Brille. Halten Sie die Sonnenbrille
ca. 20 cm von Ihren Augen vor ein Fensterkreuz und bewegen Sie die
Brille kreisförmig auf und ab. Bleiben die Linien gerade, oder
verzerren die Linien etwas? Gute Sonnenbrillengläser ohne
Korrektionswirkung geben die Linien ohne Wellen wieder. | | | Sonnenlicht – je heller, desto gefährlicher  |  | | Der amtierende Deutsche Meister in F3A-X, Alexander Heindel, schwört auf die neue Sonnenbrille. „Alle Refl exe sind weg und die Sicht ist klarer“ | Mit wachsender Sonneneinstrahlung braucht das Auge mehr Schutz, um
Erkrankungen wie Bindehautentzündung oder der so genannten
Schneeblindheit vorzubeugen.
Während in den Städten Autoabgase oder Smog die UV-Belastung
reduzieren, ist sie in der freien Natur, dort, wo es am schönsten ist,
wesentlich größer, weil das Licht besser reflektiert wird. In
Höhenlagen, vor allem wenn Schnee liegt, werden sogar bis zu 80% des
Sonnenlichts reflektiert – für die Augen ein extremer Angriff. Neben
der direkten UV-Strahlung ist aber auch Blendung ein echtes Problem mit
schwerwiegenden möglichen Folgen. Der eine oder andere hat es bestimmt
schon am eigenen Auge erfahren; starke Blendung durch grelles
Sonnenlicht vermindert zum einen die Sehschärfe und kann zum
anderen auch zu physischen Beschwerden wie brennenden Augen oder
Kopfschmerzen führen. Die Folgen sind deutlich: unscharfes Sehen und
Nachwirkungen.
| | | Zum Sunblocker noch einen Blueblocker  |  | | Man sieht der Brille von außen nicht an, was in ihr steckt. Das merkt man erst, wenn man sie auf der Nase hat... | Ein bisschen weniger Blau, und wirkönnen schärfer sehen. – Was nach gelungener Party klingt, ist eine geniale Sonnenschutz- Entwicklung, die unter anderem von Carl Zeiss unter dem Namen Skylet© auf dem Markt ist. Um die überaus positiven Folgen dieser Entwicklung schätzen zu können, muss man wissen, dass direktes Sonnenlicht grundsätzlich gestreut ist. Da diese Streuung beim blauen Anteil des Lichts am größten
ist, und alle Farben einen geringen Blauanteil haben, erklärt sich das Phänomen der „Farbsuppe“ beim Tragen von normalen Sonnenbrillen: je näher die Farbfelder im Licht zusammen liegen, desto geringer sind die wahrnehmbaren Kontraste. Blenderscheinungen und unscharfes Sehen sind die Folge. Bei einem Blaufi lter wird der Blauanteil des Lichts so reduziert, dass die Farbfelder weiter auseinander rücken und größere Kontraste entstehen. Bei dem Teilwettbewerb zur deutschen Meisterschaft F3A-X in Großenlüder testeten der amtierende Meister, Alexander Heindel, sowie Rüdiger Lammich und Werner Prilop, auf Betreiben von mir, erstmals diese neuen Gläser und waren begeistert:
„Ein ganz anderes Sehen. Viel schärfer, klarer und vor allem entspannter.“ Da mir der Sonnenschutz für die Augen als Modellfl ieger und Augenoptiker besonders am Herzen liegt, betone ich auch noch einmal: Gerade in unserem Sport sind wir vom Licht abhängig. Auf den Wechsel von Licht und Schatten, Sonne und Wolken haben wir keinen Einfl uss,
aber den Schäden, die durch zu starke Sonneneinstrahlung entstehen, können wir vorbeugen. Außerdem sollte die richtige Sonnenbrille auch dazu dienen, den Spaß zu vergrößern. Wer besser sieht, kann auch besser modellfliegen. | | | Spieglein, Spieglein … störende Reflexe unter Kontrolle gebracht  | Reflexe sind ja eigentlich etwas Gutes und dienen der schnellen Reaktion zur Vermeidung von schwierigen Situationen. Lichtreflexe dagegen sind eher störend. Dass durch dunkle Brillengläser Refl exe nicht auffallen, gehört ins Reich der Märchenwelt. Tatsächlich wirken Reflexe auf dunklen Gläsern stärker als auf farblosen. Das Verhältnis von Stör- zu Nutzlicht entspricht bei gefärbten Gläsern ca. 20%. Die Lichtreflexe behindern das exakte Sehen – ein Effekt, der mit einer Gold-Entspiegelung auf 2% verringert werden kann. Bei extremen Lichtverhältnissen, denen auch die Modellflieger oft ausgesetzt sind, kann den Refl exionen auf der Oberfl äche des Flugmodells durch einen zusätzlichen Polarisationsfilter der Garaus gemacht werden, besonders wenn ein Folienfinish verwendet wurde. Die Polarisationsbrillen bewähren sich überall dort sehr gut, wo ein starker Blendungsanteil durch reflektiertes oder linear polarisiertes Licht vorhanden ist, wie auf Schneeflächen oder im Straßenverkehr bei nasser Fahrbahn. Mancher Großseglerpilot sagt, mit polarisierenden Brillengläsern hätte er schon Blauthermik erkannt.
| | | Probleme allgemeiner Art Nochnicht-Brillenträger sollten nur dann eine eventuelle Fernkorrektur in die Sonnenbrille zum Modellfliegen einbauen lassen, wenn sie bereit sind, auch mit einer normalen Fernbrille durch den Alltag zu gehen. Ansonsten ist die Umstellung zwischen keiner Brille vor Augen
und der korrigierten Sonnenbrille beim Modellfl iegen eher hinderlich. Brillenträger die eine Gleitsichtbrille brauchen, werden vermutlich beim Modellfl iegen mit ihrer Brille nicht
sehr glücklich sein. Hier hat die Erfahrung gezeigt, dass eine reine Korrektur für die Ferne die bessere Lösung ist.
| | | Fazit  |  | | Gutes Sehen ist Voraussetzung für eine gute Performance am Himmel. Optik Wachter hat sich mit der Aviator 1 den speziellen Bedürfnisse der Modellfl ieger angenommen. | Das Angebot für Sonnenschutzgläser, die den Anforderungen unseres Sports entgegenkommen, ist sehr umfangreich. Durch Ausprobieren und mit einer Beratung bei einem Augenoptiker, der am Flugsport interessiert ist, kann man am besten
zu seiner idealen Brille kommen. Fragen Sie, ob Sie die Brille beim Fliegen testen dürfen (nur bei Brillen ohne individuelle Korrektur möglich, ansonsten als Sonnenschutzvorhänger
testen; hat leider nicht jeder Optiker). Es gibt mittlerweile Augenoptiker, wie zum Beispiel Optik Wachter in Fulda, die sich speziell mit dem Thema „Sportbrillen und Modellflugbrillen“ befassen.
Sollten Sie Fragen oder Probleme haben, stehen meine Kollegen und ich Ihnen gerne unter 0661/72786 oder info@optik.wachter zur Verfügung.
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